Ladungssicherung

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Die Ladungssicherung ist ein wichtiger bestandteil bei der Beförderung von Gütern.

Im allgemeinen werden beim Versand die Güter meist nach einem Verladeplan auf einem LKW, Container etc. verladen.
Die Sicherung erfolg idr. durch den LKW fahrer.

Es sollte dabei aber beachtet werden, das nach deutschen Handelsgesetzbuch §412 die Ladungssicherung vom Absender erfolgen sollte.

Zitat §412 HGB abs.1
Soweit sich aus den Umständen oder der Verkehrssitte nicht etwas anderes ergibt, hat der Absender das Gut beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen (verladen) sowie zu entladen. Der Frachtführer hat für die betriebssichere Verladung zu sorgen.
Zu beachten ist aber der letzte Satz, das der Frachführer (LKW Fahrer) für die betriebssichere Verladung zu sorgen hat.
Das ist eine der wichtigsten Punkte, den hier spielt die Straßenverkehrsordnung eine Rolle.
Eine Ausnahme gibt es nur, wenn das Fahrzeug vor der Übernahme durch den Absender oder durch den Zoll verplombt wurde.

In diesem Fall haftet der Verlader.
Siehe auch StVO §22.

Die Ladungssicherung erfolgt mit einfachen Hilfsmitteln wie:


Spanngurt

mittels Keil, in verschiedenen Formen für z.b. Papier-rollen...

mit einem Netz und vieles mehr.

Update 13.04.2009


realmadmike
@domeinikaner
Dann gibt es ja nur eine möglichkeit, zweiten Satz Paletten oben drauf niederzurren Antirutschmatten und formschlüssig laden.?
06
Apr
realmadmike
Newton läßt Grüßen oder Fysick bei der Ladungssicherung. :-)
Janz einfach das passiert bei der Ladungssicherung.
Die Reibungskraft wirkt einer Ladungsverschiebung entgegen und hilft so bei der Ladungssicherung. Kein Material ist absolut glatt und jede Oberfläche hat Vertiefungen und Erhöhungen, die man aber oft nicht sofort erkennen kann. Diese Oberflächenstruktur ist von der Art des Materials abhängig. Je rauer eine Oberfläche ist, desto stärker kann die Reibungskraft wirken. Wenn die Ladung auf der Ladefläche steht, findet eine „Mikroverzahnung“ zwischen der Oberfläche der Ladefläche und der Oberfläche der Ladung statt, die um so stärker wird, je rauer diese Oberflächen sind. Diese „Mikroverzahnung“ schafft eine Art Verbindung zwischen den Materialien, die so lange anhält, bis sie durch größere Kräfte, z.B. die Massenkraft, abgerissen wird. Dies kann z.B. bei einer Bremsung, einer Beschleunigung oder beim Durchfahren einer Kurve passieren. Tritt dies ein, ist die Ladung außer Kontrolle geraten, was unabsehbare Folgen haben kann. Entscheidend für die Reibungskraft ist der Gleit-Reibbeiwert. Dieser Wert hängt allein von der Materialpaarung und deren Oberflächenstrukturen ab, das Gewicht der Ladung und die Größe der Auflagefläche sind dabei unwichtig. Der Gleit-Reibbeiwert ist allerdings entscheidend davon abhängig, ob eine Oberfläche trocken, nass oder fettig ist.

Die Reibungskraft ist eine ganz wichtige Hilfe bei der Ladungssicherung

Die Gewichtskraft
Die Gewichtskraft ist die Kraft, mit der eine Masse (Ladung) aufgrund der Erdanziehungskraft auf die Ladefläche drückt.

Die Gewichtskraft von 1 daN (DekaNewton) entspricht der Ladungsmasse von 1 kg.

Die Sicherungskraft
Die Sicherungskraft ist die Kraft, die vom Fahrzeugaufbau oder von den Sicherungsmitteln aufgenommen werden muss, um die Ladung dann in Position zu halten, wenn sie aufgrund der Massenkraft auf der Ladefläche ins Rutschen kommt. Sie errechnet sich aus der Massenkraft minus der Reibungskraft.

Die Sicherungskraft muss durch die Ladungssicherungsmaßnahmen aufgebracht werden.


Die Massenkraft
Die Massenkraft wird auch „Trägheitskraft“ oder „Fliehkraft“ genannt. Sie bezeichnet das Bestreben einer Masse (Ladung), sich einer Änderung ihres Bewegungszustandes zu widersetzen. Die Ladung möchte immer in dem Bewegungszustand und in der Bewegungsrichtung (z.B. mit 80 km/h geradeaus) bleiben, in der sie gerade ist. Deshalb wirkt die Massenkraft jeder Beschleunigung oder Bremsung entgegen. Will man den Bewegungszustand (Bremsung) bzw. die Bewegungsrichtung (Kurvenfahrt) einer Ladung ändern, muss man dazu eine Kraft aufbringen. In der Ladungssicherung wird diese Kraft vom Fahrzeugaufbau oder den Zurrmitteln aufgebracht.

Die Massenkraft stellt das größte Problem der Ladungssicherung dar

Formeln...
Massenkraft= Masse * Beschleunigung

Gewichtskraft= Masse * Erdeschleunigung

Reiungskraft =Gleit-Reibbeiwert*Gewichtskraft

Sicherungskraft= Massenkraft - Reibungskraft
04
Apr
realmadmike
Damit Ihr mal seht welche Kräfte bei der Ladungssicherung wirken ... dig this
Der Link ist allerdings nur 30 Tage gültig.
<p><img src="http://www.trixum-s02.de.m13401.wwwsrv.eu/image.php?image=TtLMKJHGaEzYcrF-ge002" border="0" /></p>
02
Apr
domenikaner
Wie sieht das denn mit Kantenschutz,Antirutschmatten,Airbags.usw.aus?
Vieleicht sollte da mal einer Drüber Schreiben!
In der Chemie und Kunststoffbranche sind Paletten mit 25kg Säcken ca.40-50Säcke pro Pal.keine Seltenheit.Die Paletten sind in der Regel Eineschrumpft o.Gewickelt.Wenn sie Verladen werden und dann mit Gurten gesichert worden sind dauert es nicht sehr Lange dann haben sich die Gurte von der Fahrvibration wieder von alleine Gelöst.
Muss der LKW Fahrer jetzt alle sagen wir mal 20 Km kontrolieren ob die Gurte fest sind oder wie soll hier Verfahren werden.
Ich habe gehört das es hierzu noch ein Besonderes GesetzesBlatt geben wird.
Naja bis dahin wird aber noch einige Zeit vergehn.
29
Jan
doyle
Es sollte beachtet werden das es drei Arten der Ladungssicherrung gibt.
- Die Kraftschlüssige
Das bedeutet das die Ware mit Zur oder auch Spanngurten gesichert wird.
- Die Formschlüssige
Das bedeutet das die Ware bündig an der Stinwand und an der Rückwand anliegt.
- Die Kombimierte
Das ist die Formschlüssige und die Kraftschlüssige miteinander Kombieniert. Ist die sicherste Variante in der Ladungssicherung
23
Okt
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